Beim Tabellenführer VFR Neumünster verloren wir nach ausgeglichener ersten Halbzeit mit 3:0. Bei sommerlichen Temperaturen zeigten beide Seiten Respekt voreinander. Doch in der ersten Halbzeit waren es wir, die das zwingendere und zielstrebigere Spiel zeigten. Zwar hatte VFR durch individuelle Fehler einige schöne Spielzüge vorzuweisen, die aber durch die gute Abwehr zunichte gemacht wurden.
Mehr noch. Wir tauchten 2 mal vorm Gästetorwart auf. Die Größte Chance davon hatte Jonas, der oft nur durch Fouls zu stoppen war und einen schönen Pass von Ian aufnahm. Nachdem er im 1 gegen 1 den Torwart eigentlich ausgespielt hatte, nahm er das Tempo raus, sodass der Torwart noch mit letzten Einsatz parieren konnte. Kurz vor Schluß der ersten Halbzeit hatte auch VFR eine Großchance. Doch aus halbrechter Position verzog man frei vor Kevin.
Großen und Ganzen war ich zufrieden in der 1. Halbzeit wobei mir die Zuteilung bei den Standards nicht gefallen hat und dies in der Kabine angesprochen habe.
Nach der Pause plätscherte das Spiel so vor sich hin. Dann die spielentscheidene Situation, die mich aufgrund der Halbzeitansprache richtig geärgert hat.
Nach einer Standardsituation stand schon ein Spieler frei in der Mitte, der den Ball aber verfehlte. Am langen Pfosten stand ebenfalls ein Spieler vollkommen frei, der den Ball in Ruhe annehmen konnte und nach Innen zog und einschoss. Sehr ärgerlich.
Als kurze Zeit später Kevin einen Tick zu spät kam fädelte der Stürmer geschickt ein und den Elfer verwandelte VFR sicher zum 2:0. Die Entscheidung.
Zumal unseren Stürmern die Kraft ausging. Jonas, der körperlich als Einziger sich mit der rubusten Spielart der VFR Defensive auseinandersetzen konnte, mußte ausgepumpt nach 60. Minuten vom Plaz. Auch Marcello und Ian merkte man die hohe Laufbereitschaft an. Und da fehlt es uns in der Offensive an neuen Impulsen. VFR nutzte noch eine Unaufmerksamkeit zum 3:0. Kurz vor Schluß hatten wir den Ehrentreffer auf dem Fuß, doch irgendwie wollte der Ball heut nicht ins gegnerische Tor.
Fazit: Eine Niederlage, auf der wir aufbauen können. Argerlich, aber nun haben wir am Montag die Möglichkeit, die Niederlage wettzumachen. Eine schwere Aufgabe, die wir aber selbstbewußt und mit der nötigen Einstellung angehen werden.
Nun heißt es Kräfte sammeln und am Montag noch ne Schippe rauflegen.
